Die Ursprünge
1048
Kaufleute aus der italienischen Stadt Amalfi gründen ein Hospiz zur Versorgung von Pilgern in Jerusalem. Geleitet wird das Hospiz von Benediktinern.
1095
Papst Urban II. ruft den 1. Kreuzzug zur „Befreiung“ Jerusalems aus. Die Benediktiner dürfen auch während den Angriffen des christlichen Heeres unter der Führung von Bruder Gerhard ihren Dienst verrichten.
Die Gründung
1099
Ritter des 1. Kreuzzuges erobern Jerusalem. Das Hospital wird Johannes dem Täufer geweiht.
1113
Papst Paschalis II. bestätigt die Laienbruderschaft. Gründung weiterer Hospize.
Formulierung des Ordensleitsatzes:
Tuitio Fidei et Obsequium Pauperum.
Schutz der Pilger
1130
Aufforderung des Papstes, den Schutz der Pilger im Heiligen Land sicherzustellen (Übernahme militärischer Aufgaben)
1153
Einführung des achtspitzigen Johanniterkreuzes. Gliederung des Ordens in acht Zungen
1187
Sultan Saladin zieht in Jerusalem ein und vertreibt die katholische Bevölkerung.
1188
Ordenssitz von 1188-1206 in Margat.
Der dritte Kreuzzug: Akkon
1192
Akkon wird Hauptstadt vom Königreich Jerusalem.
1206
Sitz des Großmeisters wird nach Akkon verlegt.
1291
Akkon wird durch die Mamelucken erobert. Fast alle Ritter lassen ihr Leben bei der Verteidigung von Akkon. Sie verlassen das Land und setzen sich nach Zypern zurück. Limassol wird kurzzeitig zum Sitz des Ordens.
Der Orden auf Rhodos
1308
Eroberung von Rhodos und Errichtung eines Ordensstaates. Damit hatte der Johanniterorden eine Permutation vollzogen – von einer Landtruppe, die in ihren Handlungen von den Entscheidungen anderer abhängig war, hin zu einer souveränen Seemacht mit eigenem Territorium, die Herrin ihrer Entscheidungen war und als solche im Rat der Völker Sitz und Stimme hatte.
Der Souveräne Militärische Orden des Hospitals zum heiligen Johannes von Jerusalem genannt zu Rhodos.
- Auch auf Rhodos werden ein großes Hospital und eine Krankenpflegeschule errichtet. Der „Schwarze Tod“ (Pest) tritt im Herrschaftsbereich der „Rhodiser-Ritter“ nur selten auf, was ihren Kenntnissen von Hygiene und Medizin zu verdanken ist.
- Bedingt durch die Verlegung des Ordenssitzes auf eine Insel werden die territorialen Streitkräfte zu Seestreitkräften umgebaut.
1444
Die Ägypter belagern Rhodos
1461
Die „Nichtlateinische“ Bevölkerung von Rhodos erhält zivile Rechte
1480
Erste türkische Belagerung von Rhodos
1522
Zweite türkische Belagerung durch Süleiman den „Prächtigen“
1523
Abzug der Johanniter aus Rhodos. Von den 5100 Rittern und Ordenssoldaten überlebten die Belagerung nur 180, die mit etwa 4000 Rhodisern ehrenhaft abziehen durften.
Anfänge auf Malta
1530
Der Orden die erhält die Inselgruppe Malta von Kaiser Karl dem V. zum Lehen.
Der Souveräne Militärische Orden des Hospitals zum heiligen Johannes von Jerusalem genannt zu Rhodos, genannt zu Malta.
Der Orden auf Malta
1551
Angriff der türkischen Flotten auf Gozo
1565
Die „Große Belagerung“ von Malta
1571
Seeschlacht von Lepanto
1607
Dem Großmeister der „Malteserritter“ wird der Fürstentitel durch Kaiser Rudolph II. verliehen.
1630
Dem Großmeister der „Malteserritter“ wird der Titel „Eminenz“ durch Papst Urban III. verliehen.
1676
Gründung einer medizinischen Hochschule.
1792
Auflösung des Johanniter- / Malteserordens in Frankreich durch die Revolution.
Von Malta nach Rom
1798
Eroberung Maltas durch Napoleon. Niedergang des Ordens in allen Ländern.
1811
Untergang des deutschen Großpriorats.
1834
Sitz des Ordens wird Rom.
Wiedererrichtung des Ordens in Europa
1852 / 1853
König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen restituiert die Balley Brandenburg als ev. Johanniterorden; Prinz Friedrich Carl von Preußen wird Herrenmeister.
ab 1859
Gründung Nationaler Assoziationen in Deutschland und anderen Ländern.
1864 – 1918
Lazarettdienste in verschiedenen Kriegen und Gründung erster Krankenhäuser in Deutschland.
Der Malteserorden in Deutschland
1879
Der kath. Malteserorden wählt wieder einen Großmeister. Ausdehnung auf außereuropäische Länder.
um 1938 bis 1945
Behinderung der Tätigkeit beider Orden im „Dritten Reich“. Alle in Mittel- und Ostdeutschland gelegenen Ordenswerke gehen verloren.
1949
Wiederzulassung der Balley Brandenburg.
1953
Gründung des Malteser Hilfsdienstes (unter anderem durch den Caritasverband).
1993
Zusammenschluss der Genossenschaft der Rheinisch-Westfälischen Ritter und der Verein Schlesischer Malteserritter zur Deutschen Assoziation des Ordens.


